Stadtwerke Rinteln GmbH

Gemeinsam gut vernetzt agieren

Im liberalisierten Energiemarkt gilt es, die komplexen Anlagen im Netzbereich unter strategischen, wirtschaftlichen und technischen Aspekten intelligent zu bewirtschaften. Nur so können Energieversorger gesetzeskonform agieren und dem steigenden Kostendruck begegnen. Zwischen Lippe und Weser haben fünf Stadtwerke gemeinsam die Stadtwerke Lippe-Weser Service GmbH & Co. KG gegründet, um Kosten und Versorgungsqualität rund um die Netze in Einklang zu bringen. Die Stadtwerke Rinteln sind dabei: Sie verbinden für die Servicegesellschaft das technische Betriebsdatenmanagement mit dem Geodaten-Informationssystem GIS und sorgen so für eine hervorragende Dokumentation in diesem Tätigkeitsfeld.

Die Versorgungsnetze der Stadtwerke sind historisch gewachsen - sie verfügen über die verschiedensten Anlagen und Betriebsmittel. Werden diese integriert betrachtet und verwaltet, lassen sich in erheblichem Umfang Kosten sparen - erst recht, wenn mehrere Versorgungsbereiche in einer IT-Systemlösung zusammengefasst werden. „Wir haben gemeinsam mit den Stadtwerken Bad Salzuflen, Detmold, Lemgo und Vlotho die Stadtwerke Lippe-Weser Service GmbH & Co. KG gegründet, um den Netzvertrieb und die Netzwirtschaft auch für neu hinzukommende Konzessionsgebiete leisten zu können und so unseren Aktionsradius zu erweitern", berichtet Jürgen Peterson, Geschäftsführer der Stadtwerke Rinteln. „In einem solchen Fall käme noch einmal eine Vielzahl unterschiedlicher Betriebsmittel hinzu, die wir in das Management integrieren."

Die Stadtwerke Rinteln haben im Rahmen der Servicegesellschaft die Aufgabe übernommen, mithilfe eines effizienten Betriebsdatenmanagements alle Informationen über die eingesetzten Anlagen strukturiert zu speichern,zu sichern und zur Verfügung zu stellen. Zugleich bringen sie diese Daten mit dem GIS, dem Geodaten-Informationssystem zusammen, wo die exakte Lage von Versorgungsleitungen, Versorgungsschächten, Hausanschlüssen und Anlagen in Form von digitalen Karten visualisiert werden. Das GIS übernimmt dabei die effiziente und die regelkonforme Erfassung und Pflege der Bestandsdokumentation. Und das Managementsystem zur technischen Betriebsführung konzentriert sich auf die Planung, Steuerung und Auswertung der betrieblichen Abläufe - gerade, wenn es um das Instandhaltungs- und Störungsmanagement der die Bewertung von Anlagen geht.

GIS, Betriebsdaten- und Asset-Management integriert

„Während wir in Rinteln die Daten der Betriebsmittel und die topografische Lage dokumentieren, übernehmen die Stadtwerke Bad Salzuflen im Rahmen unserer Servicegesellschaft das so genannte Asset Management - sie steuern die Ressourcen und Projekte", erklärt Jürgen Peterson. So können wir mithilfe der IT-Systeme Netzführung, Bau, Instandhaltung und Entstörung steuern und überwachen." Diese integrierte Sicht auf Betriebsmittel, Anlagen und Service wird zu Kosteneinsparungen bei dem Netzausbau, in der Instandhaltung und der Materialbeschaffung führen - weil genau dort investiert wird, wo es wirklich notwendig ist.

Die richtigen Kompetenzen für die Netzübernahme

Mit diesen und weiteren Leistungen hat sich die Servicegesellschaft wirksam auf die Übernahme der Netze in weiteren Konzessionsgebieten vorbereitet. Dabeiverfügen die Stadtwerke Rinteln sogar bereits über umfassende Erfahrungen, wenn es um die Übernahme von Netzen geht. Schon Ende der 1980er Jahre übernahmen sie vom Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg die Netze des Ortsteils Steinberg. Ende der 1990er Jahre kamen die Netze in den umliegenden Ortsteilen der Stadt Rinteln hinzu. „Mit den jetzt anstehenden Konzessionsvergaben wollen wir mithilfe der Stadtwerke Lippe-Weser-Service unsere Basis noch einmal erweitern und unsereWirtschaftskraft stärken", so Jürgen Peterson. „Diese Netzgebiete umfassen ca. 50.000 Einwohner, das entspricht einem mittelgroßen Stadtwerk. Wir vergrößern so gemeinsam unser Versorgungsgebiet, verfügen über eine größere Personalbasis und agieren dabei mit unseren Partnern stets auf Augenhöhe." 

Und genau diese Art der vertrauensvollen Zusammenarbeit macht diese Servicegesellschaft auch für weitere Stadt- und Gemeindewerke interessant, wie Jürgen Peterson meint. Denn die Gesellschaft ist offen für kommunale Unternehmen und kann für diese ebenfalls Dienstleistungen erbringen. „Alle Leistungen aus den Bereichen Netzvertrieb und Netzwirtschaft leistet die Stadtwerke Lippe-Weser Service kompetent mit dem Know-how aus fünf Stadtwerken", berichtet Jürgen Peterson. „Auch wir selbst hier in Rinteln überlegen, die Störungsannahmen und die Störungsabwicklung von der Servicegesellschaft über eine zentrale Netzleitstelle abwickeln zu lassen." Denn solche Aufgaben lassen sich aus seiner Sicht nur aus bestehenden Stadtwerken heraus angehen. „Es ergibt keinen Sinn, gemeinsam mit anderen ein neues Stadtwerk zu gründen, das mit Personal ausgestattet werden muss und beim Know-how bei Null anfängt - das wird sich nicht rechnen", ist Jürgen Peterson überzeugt. „Die bestehende Servicegesellschaft ist da eine hervorragende Alternative, denn sie kann Kapazitäten zur Verfügung stellen und verfügt über die richtigen Kompetenzen."