Wir über uns

Ein Kompetenzzentrum, von dem alle profitieren

Wenn es um die Neuvergabe von Konzessionen oder die fachkundige Bewirtschaftung von Strom- und Gasnetzen geht, können Kommunen sowie Stadt- und Gemeindewerke jetzt auf ein neues Kompetenzzentrum zugreifen: auf die Stadtwerke Lippe-Weser Service GmbH & Co. KG. Hinter dieser Servicegesellschaft steckt das hochspezialisierte Fachwissen der fünf regionalen Stadtwerke aus Bad Salzuflen, Detmold, Lemgo, Rinteln und Vlotho. Gemeinsam unterstützen sie Kommunen dabei, die Netze in kommunale Hand zu überführen – und zugleich bieten sie ausgereifte Dienstleistungen in den Bereichen Netzvertrieb und Netzwirtschaft an.

Die Rekommunalisierung ist zurzeit in aller Munde, wenn es um die Neuvergabe der Netzkonzessionen in den Städten und Kommunen geht. Dass sich immer mehr Gemeinden in diesem Prozess für kommunale Partner entscheiden, hat für Uwe Franzmeyer von der Geschäftsführung der Stadtwerke Lippe-Weser Service gute Gründe: „Kommunen oder kommunale Gesellschaften wählen gewachsene Stadtwerke als Partner, weil wir ebenfalls kommunal geprägt sind. Wir sprechen eine Sprache und begegnen uns auf Augenhöhe.“ Bereits vor der Gründung der Servicegesellschaft haben sich die Stadtwerke Lemgo stellvertretend für die beteiligten Partner um die Konzessionen für Strom- und Gasnetze in vier lippischen Gemeinden beworben. Ist die Bewerbung erfolgreich, wird die  Servicegesellschaft die Rolle des Netzbetreibers übernehmen. Die Netze werden in eine Netzeigentumsgesellschaft eingebracht, von der die Servicegesellschaft die Netze pachtet. „Innerhalb der Netzeigentumsgesellschaft sind für die Kommunen interessante Beteiligungsmöglichkeiten vorgesehen“, so Uwe Franzmeyer. „So ergeben sich bei geringem Risiko gute Gewinnaussichten.“

Auch für den Betrieb der Netze ist die Servicegesellschaft optimal aufgestellt: Die Stadtwerke Detmold und Lemgo haben ihre Mitarbeiter aus den Netzbereichen in die Gesellschaft eingebracht – sie bilden die Plattform für die Dienstleistungen, welche die Servicegesellschaft anderen Stadt- und Gemeindewerken anbietet. „Wir haben eine prozessorientierte Struktur aufgebaut“, berichtet Dirk Sundermann, beigestellter Geschäftsführer der Stadtwerke Detmold. „Die erfahrenen Bereichsleiter wurden aus den beiden Stadtwerken rekrutiert, sie führen nun unser 8-köpfiges Team in vier Arbeitsfeldern an. Innerhalb des Netzvertriebes sind es die Bilanzierung, die Netzabrechnung und die Marktkommunikation – hinzu kommt die Netzwirtschaft. Die vier Bereiche decken die Kernaufgabenab und arbeiten eng zusammen.“

Im Bereich der Bilanzierung ist unter anderem das Zählerwesen angesiedelt. Dabei erhebt die Servicegesellschaft die Zählerstände bei den Kunden, die am Netz angeschlossen sind, ermittelt Jahresverbräuche, steuert die Ablesetermine und prüft die Plausibilität des Mengenverbrauchs. Für den Datenaustausch zwischen Netzbetreibern und Händlern hat die Bundesnetzagentur Kommunikationsstandards festgelegt. Ganz gleich, ob ein Kunde umzieht, heiratet und damit seinen Namen ändert oder ob er den Lieferanten wechselt: Er teilt die Änderung seinem Händler mit. Die Marktkommunikation nimmt all diese Informationen auf, prüft sie und ändert die Daten im System. Zudem werden hier die Verträge erstellt und verwaltet, auf deren Basis Händler die Netze der Netzbetreiber nutzen. Ebenso wird in diesem Bereich die Abwicklung der EEG-Einspeisung in die Stromnetze gewährleistet.

Die Netzabrechnung greift am Ende auf die von der Marktkommunikation bereitgestellten Daten und die aus dem Zählerwesen stammenden Verbrauchswerte und ordnet jedem Lieferanten die von ihm im jeweiligen Abrechnungszeitraum belieferten Kunden zu.Die Verbrauchsdaten werden ermittelt und anhand des Preisblattes des Netzbetreibers abgerechnet. Außerdembesteht hier die Schnittstelle zur Hauptbuchhaltung des Netzbetreibers, bei dem das Geld eingeht.Die Netzwirtschaft beschäftigt sich mit den Netzentgeltkalkulationen, Netzentgeltanträgen und vielem mehr. Dabei geht es auch um die Erlöse, die der Netzbetreiber mit seinem Netz erreichen kann. Diese Aufgabe übernimmt die Servicegesellschaft bereits für die Stadtwerke Vlotho, Rinteln, Lemgo und Bad Salzuflen. „Die Aufgaben sind komplex und hoch spezialisiert“, berichtet Thomas Sewald, beigestellter Geschäftsführer der Stadtwerke Rinteln. „Wir bewegen uns in einem regulatorischen Markt und unterliegen den Anforderungen der Bundesnetzagentur und der Landesregulierungsbehörde. Da kann unsere Gesellschaft mit ihrem Know-how andere Stadt- und Gemeindewerke ideal unterstützen.“

Aber auch die Zukunft haben die beteiligten Stadtwerke im Visier: Sie treibenden Wissensaustausch auf technischer Ebene zu aktuellen und zukünftigen Fragestellungen voran. „Wir definieren Richtlinien für alle beteiligten Stadtwerke, arbeiten an einer Vereinheitlichung der Bauweisen und an einer Standardisierung der eingesetzten Materialien“, erklärt Robert Geier, beigestellter Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Salzuflen. „So erreichen wir bei sämtlichen Partnern eine Homogenität der Prozesse.

Bei Einsätzen finden sich die technischen Mitarbeiter überall zurecht – weil sie die Arbeitsabläufe und Materialien bereits kennen. Auf diese Weise können wir äußerst wirtschaftlich agieren, um die Preise für die Kunden auch morgen optimal zu gestalten.

Weitere Partner sind willkommen

Die Stadtwerke Lippe-Weser Service ist offen für neue Partner: „Interessierte Stadt- und Gemeindewerke können sich beteiligen oder unsere Dienstleistungen nutzen“, erklärt Uwe Franzmeyer. „Kommunen offerieren wir attraktive Möglichkeiten rund um die Konzessionsvergabe. Und alle profitieren von einer strategischen Partnerschaft auf Augenhöhe.“